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Gemeinde Bempflingen (Druckversion)

Hans Reitermayer aus dem Gemeinderat verabschiedet - Ein Urgestein wird fehlen

Artikel vom 22.01.2020

Zu Beginn der Gemeinderatssitzung am vergangenen Dienstag stand nicht wie sonst üblich die Bürgerfragestunde. Vielmehr hatte Bürgermeister Bernd Welser die Aufgabe, eine ganz besondere Persönlichkeit aus dem Gemeinderat zu verabschieden.

Bei der Gemeinderatswahl 1980, das Dorfgemeinschaftshaus war gerade einmal 3 Jahre alt, konnte der damals 32-jährige Hans Reitermayer einen Sitz erringen. Die ersten Jahre waren, wie er selbst sagt, Lernjahre, bei denen er vom Wissen und der Erfahrung seiner Ratskollegen Eberhard Eppler und Dieter Fälchle profitieren durfte. Durch seine beruflichen Kenntnisse als Vermessungsingenieur konnte er aber, insbesondere bei etlichen Baulandumlegungen und Bebauungsplanverfahren, durchaus auch schon eigene Akzente setzen.

So wurde Hans Reitermayer bei den Wahlen 1984, 1989, 1994, 1999, 2004, 2009, 2014 und 2019, also insgesamt 8-mal, mit deutlicher Mehrheit bestätigt. Innerhalb der FWV-Fraktion war er mehrmals Stimmenkönig. Auf diese Weise konnte Hans Reitermayer fast 40 Jahre lang als Gemeinderatsmitglied und zeitweise   Bürgermeister-Stellvertreter und Vorsitzender der Freien Wählervereinigung die Geschicke der Gemeinde ganz entscheidend mit lenken - eine Amtsdauer, die nur von den allerwenigsten Gemeinderatsmitgliedern erreicht wird und die auch jede Menge Ausdauer erfordert.

Bürgermeister Welser zählte die wichtigsten Projekte in dieser langen Amtszeit auf. Dies waren der Umbau des Feuerwehrmagazins, die Entwicklung der großen Baugebiete Brühl und Schwendenbettlen (und natürlich unzähliger kleineren Baugebiete), der Neubau des Rathauses, der Bau des Gemeindepflegehauses und des Kindergartens Kleinbettlingen sowie die Sanierung von verschiedenen Gemeindegebäuden. Herr Reitermayer, so Welser, sei immer gern bereit gewesen, sein Wissen und Können aktiv einzubringen. Bei verschiedensten Anlässen konnte man sich auf seine Detailkenntnisse und auch seine Pläne verlassen. Die Zusammenarbeit sei jederzeit offen, fair und ehrlich gewesen, dabei konnte Hans Reitermayer durchaus auch kritische Fragen und Anmerkungen formulieren.

Die fast 40-jährige Amtszeit war auch für den Gemeindetag Baden-Württemberg Anlass genug für eine entsprechende Würdigung. Bürgermeister Welser überreichte dem Jubilar die Ehrenstele sowie eine Ehrenurkunde.

Gabriele Pischulti von der Freien Wählervereinigung sprach Herrn Reitermayer den Dank und die Anerkennung seiner Fraktion aus. Man hoffe, auch weiterhin den Kontakt nicht zu verlieren und bei Bedarf noch auf sein Wissen und seinen Erfahrungsschatz zurückgreifen zu dürfen.

Auch Sandra Maisch von der SPD/UB zollte Herrn Reitermayer Respekt und Anerkennung. Auch wenn man manchmal durchaus kontroverse Diskussionen geführt hatte, seien diese immer fair abgelaufen. So habe man immer um die beste Lösung für die Gemeinde und ihre Mitbürger/innen gerungen.

Abschließend bedankte sich Hans Reitermayer bei all seinen Ratskollegen für die gute Zusammenarbeit. Besonders freute er sich, dass mit Klaus Maschek, Eva Voß und Manfred Schenk drei ehemalige und langjährige Gemeinderatskollegen unter den Zuhörern weilten. Ein Dank ging auch an die Gemeindeverwaltung einschließlich Kindergärten, Bauhof und Hausmeister für die jahrelange gute Zusammenarbeit. Am meisten sei er aber gegenüber seiner Frau Marianne und seinen inzwischen erwachsenen Kindern zu Dank verpflichtet, die immer Verständnis für sein ehrenamtliches Engagement im Gemeinderat gezeigt haben. Seinem Nachfolger Daniel Trost wünschte Herr Reitermayer viel Erfolg und Freude an der durchaus interessanten Tätigkeit im Gemeinderat.

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