Aus der Sitzung des Gemeinderats vom 8. Mai 2017


Schulfest am 1. Juli
Elternbeiratsvorsitzende Katja Länder berichtete dem Gemeinderat, dass die Grundschule Auf Mauern am 1. Juli ihr 50-jähriges Bestehen feiert. Damit finde das Schulfest in deutlich größerem Rahmen als sonst üblich statt. Sie lud alle ein, dieses besondere Jubiläum mitzufeiern. Da die Eltern die Bewirtung übernehmen, seien helfende Hände aus den Reihen des Gemeinderats auch bei den Arbeitsdiensten immer willkommen. Im Gremium wurde dies sehr positiv aufgenommen, es erfolgten gleich einige Einträge in die Arbeitslisten.
 
 
Vorstellung der Friedhofskonzeption
Planer Florian Sigmund erläuterte den Anwesenden die von ihm erstellte Friedhofskonzeption für Bempflingen und Kleinbettlingen. Auf beiden Friedhöfen gebe es relativ große Freiflächen, da die Anzahl der Erdbestattungen deutlich zurückgegangen ist. In Kleinbettlingen werden die aufgestellten Stelen gut für Urnenbestattungen angenommen. Der Planer schlug für den Friedhof Kleinbettlingen vor, diesen neuen Entwicklungen Rechnung zu tragen. So sollte allgemein etwas großzügiger geplant werden, auch damit bei größeren Trauerfeiern im Bereich der Leichenhalle etwas mehr Platz ist. Außerdem sollten einige Rasen-Erdgräber angeboten werden, z.B. auf der Freifläche in Richtung offene Landschaft.
 
Die Aufstellung weiterer Stelen wurde nicht empfohlen, dies wäre eher eine Alternative auf Friedhöfen, auf denen es nicht genug Platz gibt. Die bessere Lösung wäre, neben den Urnenstelen ein gärtnerisch angelegtes und gepflegtes Urnengemeinschaftsgrab anzulegen. In der Mitte dieses Gemeinschaftsgrabs könnte eine Stele aufgestellt werden, auf der durch einen Steinmetz die Namensschilder der dort Bestatteten angebracht werden.
 
Die Verwaltung der gärtnerisch angelegten und gepflegten Grabfelder erfolgt durch eine Genossenschaft. Die Gemeinde stellt die Fläche, die Genossenschaft sorgt für einen Vertrag mit einem Gärtner und einem Steinmetz. Die Bestattungspflichtigen zahlen einmal einen Beitrag an die Genossenschaft, damit sind dann alle Zahlungsverpflichtungen erledigt und die Genossenschaft bzw. Gärtner und Steinmetz kümmern sich um die Pflege der Gräber. Wie hoch dieser Einmalbetrag ausfällt, konnte der Planer bislang noch nicht genau sagen.
 
Die Wege in Kleinbettlingen seien weitgehend in Ordnung, hier müssen lediglich einige kleinere Arbeiten erledigt werden. Für Gehbehinderte wäre es sehr sinnvoll, den oberen Zugang barrierefrei auszugestalten. Hierzu müsste lediglich das Pflaster am Straßenrand etwas angehoben werden, damit der ca. 4 cm hohe Absatz wegfällt. Auf entsprechende Nachfrage erklärte der Planer, dass ein Ansägen des Bordsteins wohl nicht machbar ist.
 
Auch auf dem Bempflinger Friedhof besteht das Problem, dass mittlerweile große Freiflächen im zentralen Bereich entstanden sind und diese Entwicklung weitergeht. Im oberen Teil sollten aufgrund der Bodenbeschaffenheit keine Erdbestattungen mehr erfolgen. Des weiteren sollte man versuchen, den Friedhof in seiner Gesamtheit zusammenzuhalten.
 
Eine Entwicklungsmöglichkeit im nordwestlichen Bereich wäre die Anlegung weiterer Reihengräber. Die Wahlgräber seien am Hang nicht ideal. Sie könnten ein Stück weit Richtung Kirche verlegt werden, dort werde das Gelände auch flacher. Auch Erdrasengräber könnten im dortigen Bereich angelegt werden.
 
Im zentralen Bereich des Friedhofs könnte ein Urnengarten angelegt werden, in dem verschiedene Formen der Urnenbestattung angeboten werden, darunter auch die traditionellen Urnengräber. Wenn dies gut angenommen wird, wäre langfristig auch ein zweiter Urnengarten möglich.
 
Des weiteren empfahl der Planer, den Verbindungsweg entlang der Kindergräber zurückzubauen. Ansonsten müsste dieser Weg, der sich in sehr schlechtem Zustand befindet, dringend saniert werden. Auch wenn durch den Wegfall dieser Verbindung der Weg vom Hasengartenweg zur Kirche etwas länger wird, sei dies auf jeden Fall machbar.
 
Des weiteren sollten kurzfristig einige Mauern und Treppenstufen saniert werden, da insbesondere die Stufen eine Unfallgefahr bedeuten. Auch die Asphaltflächen müssen aus dem gleichen Grund teilweise erneuert werden.
 
GR Hans Reitermayer regte an, die Parkmöglichkeiten am Friedhof Kleinbettlingen zu untersuchen. In Bempflingen sollte bei den Erdgräbern im unteren Bereich eine Wiederbelegung nach 25 Jahren möglich sein. Auch eine Stelenlösung in Bempflingen wäre wünschenswert. Außerdem gebe es einen relativ kritischen Baum zwischen Kirche und Gerokstraße, um den der Weg mit etwas Abstand herumgeführt werden müsse.
 
Der Planer erklärte, dass man sich darüber klar werden müsse, ob man lieber Urnenstelen oder bepflanzte Gräber wolle. Ein Flächenproblem habe man in Bempflingen ja nicht, deshalb empfehle er, zunächst die Stelen auszublenden. Es bestehe ja die Möglichkeit, diese im Urnengarten unterzubringen. Man sollte nicht zu viele Möglichkeiten bieten, auch um sich nicht zu verzetteln.
 
GR’in Sandra Maisch fand den Urnengarten eine gute Idee und regte an, im Bereich der kleinen gepflasterten Flächen, die zur Ablage von Blumen etc. gedacht waren, Sitzbänke aufzustellen. Der Planer hielt dies ebenfalls für sinnvoll; die Flächen hätten den Nachteil, dass sie nicht direkt an den Urnengräbern liegen und deshalb auch nicht zweckentsprechend angenommen werden.
 
GR Michael Kubel erkundigte sich nach den Kosten für die gärtnerisch bepflanzten Gräber. Für die Gemeinde, so Sigmund, seien diese relativ gering. Die Kosten für die Bestattungspflichtigen könne man im Moment noch nicht genau sagen, sie seien aber auf jeden Fall geringer als die Kosten für die Pflege eines Einzelgrabs.
 
Anschließend stimmte der Gemeinderat der Konzeption einstimmig zu und bewilligte auch die Ausschreibung der ersten Maßnahmen im Umfang von ca. 81.000,-- €, mit der insbesondere einige Unfallgefahren auf beiden Friedhöfen noch im Laufe dieses Jahres beseitigt werden sollen.

Keine Verlegung der Bushaltestelle in der Lindenstraße

Gelegentlich gibt es an der Bushaltestelle Lindenstraße (Richtung Metzingen) Probleme beim Ein- und Aussteigen. Dies ist dann der Fall, wenn alle Parkplätze zwischen Straße und Gehweg belegt sind und insbesondere gehbehinderte Menschen nicht richtig bis zum Bus durchkommen.
 
Die Verwaltung hatte zunächst bei einer Verkehrsschau mit Polizei und Verkehrsbehörde eine Verlegung der Bushaltestelle erwogen. Allerdings ist dies wiederum mit erheblichen Nachteilen verbunden. Eine Verlegung Richtung Metzingen würde die Haltestelle zu nahe an die bestehende Haltestelle beim Rathaus bringen. Richtung Neckartenzlingen auf Höhe der Volksbank Hohenneuffen-Teck macht die Straße eine leichte Kurve und ist daher sehr unübersichtlich, wenn ein haltender Bus dort steht.
 
So beschloss der Gemeinderat mit deutlicher Mehrheit, die Haltestelle an ihrem jetzigen Standort zu belassen und einen der Parkplätze wegzunehmen – auch wenn jeder öffentliche Parkplatz in der Ortsmitte wertvoll ist. Die Verwaltung wurde beauftragt, dies in einer Verkehrsschau umzusetzen.
 

Pflasterflächen werden nicht entfernt
Aufgrund einer notwendigen Kanalsanierung in der Bergstraße stellte sich die Frage, ob dort auch die Pflasterflächen in den Einmündungsbereichen Grafenberger Straße und Hegesstraße ausgewechselt werden. In den 80er-Jahren waren an verschiedenen Stellen im Ortsgebiet Bempflingen und Kleinbettlingen Buckelpflaster zur Verkehrsberuhigung eingebaut worden, die aber immer wieder kritisiert werden. Allerdings wäre die Auswechslung mit zusätzlichen Kosten in Höhe von ca. 25.000,-- € verbunden.
 
Mehrere Gemeinderäte machten deutlich, dass trotz aller Lärmentwicklung die groben Pflaster zur Verlangsamung des Verkehrs beitragen. Außerdem stehe die Gemeinde vor großen finanziellen Herausforderungen, deshalb scheue man auch die Kosten. Der Erhalt des Pflasters wurde deshalb mit großer Mehrheit beschlossen.
 
 
Radweg Kleinbettlingen – Grafenberg
Auf entsprechende Nachfrage machte Bürgermeister Welser deutlich, dass im Zuge der jetzigen Baumaßnahme noch kein Radweg nach Grafenberg gebaut wird. Ende Juni gebe es aber ein Gespräch mit der Flurneuordnung und der Gemeinde Grafenberg zur weiteren Abstimmung. Es gebe schon einen groben Entwurf; der Radweg würde demnach von Kleinbettlingen über den asphaltieren Weg auf die Anhöhe führen und dann nach links auf dem jetzigen Grasweg weiter bis zur Kreisstraße. Danach würde der Weg parallel zur Kreisstraße weiterlaufen und in Grafenberg in diese einmünden. Dies alles sei aber noch nicht spruchreif.
 

Wortmeldungen der Zuhörer

Aus den Reihen der Zuhörer gab es diesmal 3 Wortmeldungen. Es ging um die Friedhofsgestaltung, den Pflasterbelag in der Bergstraße sowie die Akustik im Sitzungssaal.