Aus der Sitzung des Gemeinderats vom 3. Juli 2017

Kanalsanierungen im Jahr 2017

Tiefbauingenieur Werner Walter erläuterte dem Gremium die Arbeiten, die in diesem Jahr noch durchgeführt werden sollen. Im wesentlichen geht es um punktuelle Kanalinnensanierungen mit einem Roboter, die Sanierung des Abwassersammlers in der Ermsstraße sowie zwei Inliner-Sanierungen, also das Einziehen eines neuen, geringfügig engeren Rohres in das bestehende Rohr.
 
Die Arbeiten wurden aus Kostengründen gemeinsam mit 2 anderen Gemeinden ausgeschrieben. Günstigste Bieterin ist die Fa. Rossaro Kanaltechnik GmbH aus Aalen. Der Anteil der Gemeinde Bempflingen liegt bei knapp 150.000,-- €. Die Arbeiten beginnen voraussichtlich Anfang August und werden bis ca. Ende November dauern.
 
 
Sanierung des ehemaligen Bahnhofsgebäudes

Architekt Andreas Kommritz erläuterte, dass an dem denkmalgeschützten Gebäude die Fenster bereits erneuert wurden. Jetzt stehen noch Dach-, Blitzschutz-, Gerüstbau-, Maler- und Steinmetzarbeiten an. Die Arbeiten wurden ausgeschrieben und konnten an die jeweils günstigsten Bieter zum Preis von insgesamt gut 75.000,-- €  vergeben werden.
 
 
 
Offene Jugendarbeit – Bericht und Einrichtung eines Jugendhausbeirats
 
Jonas Schopf, der hauptamtliche Jugendbetreuer, stattete dem Gemeinderat einen Bericht über die aktuelle Situation im „Gleis 1“ ab. Derzeit habe man an 3 Tagen/Woche geöffnet und habe die Jugendlichen in 3 Altersgruppen untergliedert. Bei den 8 – 12-jährigen Kindern habe man ca. 10 regelmäßige Besucher, bei den Teens (12 – 14) seien es 6 – 10. Bei den Jugendlichen (über 14) sei die Zahl stark schwankend, in Spitzenzeiten können aber auch einmal über 30 Besucher gezählt werden. Die Angebote werden meist nach einem partizipatorischen Prinzip gewählt, die Jugendlichen können sich dabei auch selbst einbringen. Wichtig sei auch, die Jugendlichen in verschiedenen Lebenslagen zu begleiten und zu beraten.
 
Wünschenswert, so Schopf, sei ein Jugendhausbeirat, um sich vernetzen und bessere Kontakte zu örtlichen Vereinen und anderen Stellen knüpfen zu können. Bürgermeister Welser erklärte, dass es einen solchen Beirat schon einmal gab, dieser aber nur 2-3mal getagt hat und das Ganze irgendwann eingeschlafen sei.
 
Aus den Reihen des Gemeinderats wurde ein solcher Beirat durchaus positiv gesehen, allerdings müssten die Aufgaben klar definiert sein. Man einigte sich schließlich darauf, den Veranstaltungsring zu informieren und sich nach der Bereitschaft der Vereine/Organisationen, in einem solchen Beirat mitzumachen, zu erkundigen.
 
Annahme von Spenden
 
Erfreulicherweise durfte der Gemeinderat wieder über die Annahme von zwei Spenden entscheiden. Die Brixner-Stiftung, die unsere Kindergärten schon mehrfach bedacht hatte, finanzierte dem Kinderhaus Auf Mauern einen Spieltisch im Wert von knapp 1.000,-- €, außerdem kam noch die Spende einer Privatperson. Der Gemeinderat bedankte sich für die beiden Spenden und nahm diese gerne an.
 
 
Sanierung der Grundschule Auf Mauern

Das Bempflinger Schulgebäude zeigt nach 50 Jahren einige Schwächen, die in absehbarer Zeit behoben werden sollten. Beim Brandschutz, beim Schallschutz und insbesondere bei der Elektroinstallation muss einiges getan werden. Derzeit genießt das Gebäude noch Bestandsschutz, sobald allerdings eine Erweiterung/Änderung notwendig wird, ist auch der Bestandsschutz dahin.
 
Allerdings ist es nicht sehr sinnvoll, hier unkoordiniert in irgendwelche Sanierungsmaßnahmen einzusteigen. Es sollte aufgezeigt werden, an welchen Stellen man am besten mit Sanierungsmaßnahmen beginnt, ob das Ganze auch abschnittsweise gemacht werden kann, ob unterschiedliche Schritte gleichzeitig laufen können, ob es während des Schulbetriebs möglich ist und vieles mehr.
 
Die Verwaltung hat deshalb mit einem Architekturbüro aus Metzingen Kontakt aufgenommen mit dem Ziel, ein ganzheitliches Sanierungskonzept zu bekommen. Allerdings kommt dabei doch eine erhebliche Honorarsumme zusammen. Der Gemeinderat schlug deshalb vor, ein zweites Angebot einzuholen. Allerdings wird es für die Verwaltung schwer bis unmöglich sein, die beiden Angebote vergleichbar zu machen. Je nach Ergebnis könnte es dann sein, dass man noch einen Projektkoordinator einschalten müsse. Der Gemeinderat war damit einverstanden.
 
 
Bausachen

Ohne große Diskussion billigte der Gemeinderat den Bau einer weiteren Gemeinschaftsschuppenanlage in Kleinbettlingen mit 4 Einheiten sowie die Erweiterung eines Wohnhauses im Hasengartenweg.
 
 
Verschiedenes
 
Im Nachgang zu den in der letzten Sitzung beschlossenen Änderungen bei der bedarfsorientierten Betreuung (BOB) kam von den Eltern von insgesamt 14 Kindern der Wunsch nach einem Betreuungsmodell von 7.00 bis 13.00 Uhr in den Ferien. Bürgermeister Welser schlug vor, dieses noch einzurichten (die Zeit wird ja sowieso betreut). Die Gebühren sinken dann um 3 Euro. Der Gemeinderat war damit einverstanden.
 
Bei der Zukunftswerkstatt konnten inzwischen etliche Dinge angestoßen werden und sind erledigt bzw. in Bearbeitung. Bürgermeister Welser wies darauf hin, dass bei der Gestaltung der Ortsmitte die Gemeinde allerdings nicht alleiniger Herr des Verfahrens sei. Das Projekt werde in der nächsten öffentlichen Sitzung vorgestellt. Den Wunsch aus dem Gemeinderat nach einer weiteren „Kick-off-Veranstaltung“ könne er vor den Sommerferien aus terminlichen Gründen aber nicht mehr erfüllen.
 
 
Wortmeldungen der Zuhörer
 
Die Möglichkeit zur abschließenden Stellungnahme wurde von einem Zuhörer in Anspruch genommen. Es ging um die Zukunftswerkstatt sowie die Beauftragung von Architektenleistungen.