Verwaltungsleistungen im Überblick

Hilfe für junge Volljährige beantragen

Die Hilfe für junge Volljährige soll für die Persönlichkeitsentwicklung und zu einer eigenverantwortlichen Lebensführung gewährt werden, wenn und solange die Hilfe auf Grund der individuellen Situation des jungen Menschen notwendig ist. In der Regel wird diese Hilfe nur bis zur Vollendung des 21. Lebensjahres gewährt. In begründeten Einzelfällen soll sie für einen begrenzten Zeitraum darüber hinaus fortgesetzt werden.

Als Hilfe für junge Volljährige sind die Hilfen zur Erziehung nach §§ 27 ff. SGB VIII möglich, sofern diese für junge Erwachsene geeignet sind, wobei an die Stelle des Personensorgeberechtigten oder des Kindes bzw. Jugendlichen der junge Volljährige tritt.

Auch nach Beendigung der Hilfe soll der junge Volljährige bei der Verselbstständigung im notwendigen Umfang beraten und unterstützt werden.

Beispiele:

  • Beratung im Sinne der Jugend-, Familien- und Erziehungsberatung
  • soziale Gruppenarbeit
  • Erziehungsbeistandschaft (Betreuungshilfe)
  • eine zeitlich begrenzte außerfamiliäre Unterbringung (z.B. Vollzeitpflege, Heimerziehung oder sonstige betreute Wohnform)
  • intensive sozialpädagogische Einzelbetreuung
  • Eingliederungshilfe bei seelischer Behinderung

Zuständige Stelle

das örtliche Jugendamt

Jugendamt ist,

  • wenn Sie in einem Stadtkreis wohnen: die Stadtverwaltung
  • wenn Sie in einem Landkreis wohnen: das Landratsamt

Hinweis: Die Städte Konstanz und Villingen-Schwenningen nehmen die Aufgaben als örtlicher Träger der Jugendhilfe selbst wahr.

Voraussetzungen

  • Sie sind zwischen 18 und 21 Jahre alt.
  • Die Hilfe ist auf Grund Ihrer individuellen Situation notwendig.
  • Wenn Sie schon vor Ihrem 18. Geburtstag Leistungen der Kinder- und Jugendhilfe erhalten haben, soll die Hilfe für junge Volljährige verhindern, dass die Hilfe mit Ihrer Volljährigkeit plötzlich abbricht.
  • Ab dem 21. Geburtstag können Sie die Hilfe für junge Volljährige in begründeten Einzelfällen als sogenannte Fortsetzungshilfe weiter erhalten, längstens bis zum 27. Geburtstag.

Verfahrensablauf

Wenden Sie sich an das zuständige Jugendamt. Dieses entscheidet darüber, ob ein Anspruch besteht und hilft bei der Beantragung der Leistung.

Wird die Hilfe bewilligt, erstellen alle Beteiligten gemeinsam einen Hilfeplan. Darin sind der Ablauf, die Ziele und die Dauer der Hilfe festlegt.

Das Jugendamt überprüft in regelmäßigen Gesprächen den Fortschritt der Hilfe.

Erforderliche Unterlagen

Erkundigen Sie sich bei der zuständigen Stelle.

Kosten/Leistung

Je nach Ausgestaltung der Hilfe, können Sie an den Kosten beteiligt werden.

Freigabevermerk

Dieser Text entstand in enger Zusammenarbeit mit den fachlich zuständigen Stellen. Das Sozialministerium hat dessen ausführliche Fassung am 05.11.2018 freigegeben.